Mercator Science-Policy Fellowship-Programm

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20.10.2017

Mercator Science-Policy Fellowship-Programm

Professoren des Fachbereichs treffen Entscheider aus Politik und Gesellschaft

Köpfe aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenbringen, sodass ein gemeinsamer Dialog entsteht: das ist das Ziel des Mercator Science-Policy Fellowship-Programms, einer Initiative der Rhein-Main-Universitäten und der Stiftung Mercator. Dabei bekommen die Fellows – verantwortliche Persönlichkeiten aus Politik, dem öffentlichen Sektor, den Medien und der organisierten Zivilgesellschaft – die Gelegenheit, sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszutauschen. In dieser Woche waren die Fellows an der TU Darmstadt zu Gast und sprachen mit sieben Professorinnen und Professoren des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

v. l. n. r.: Dr. Gerrit Stratmann, Prof. Dr. Carolin Bock, Dr. Jens Bartholmes
v. l. n. r.: Dr. Gerrit Stratmann, Prof. Dr. Carolin Bock, Dr. Jens Bartholmes

Innovationen und die Energiewende, das waren zwei zentrale Themen, bei denen das Expertenwissen unserer Professorinnen und Professoren gefragt war. Aber auch Gesichtspunkte zur internationalen Zusammenarbeit und der Arbeitsmarktpolitik standen auf der Agenda bei den Gesprächen mit den Fellows.

Besonders gefragt bei den Fellows waren die Mitglieder der Forschungssäule „Innovation & Wachstum“, die sich in drei Gesprächsrunden mit den Fellows zum Themenkomplex Innovationen austauschten. Prof. Dr. Alexander Kock, Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement, sprach mit Dr. Maik Eichelbaum (Referat Neue Instrumente und Programme der Innovationsförderung im Bundesministerium für Bildung und Forschung) und Dr. Sven Dammann (Generaldirektion Klimapolitik in der Europäischen Kommission) über die Innovationsfähigkeit und Innovationskultur von Unternehmen sowie die Möglichkeiten zur Förderung der Innovationsfähigkeit von vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dr. Maik Eichelbaum war zusammen mit Dr. Gerrit Stratmann (stellvertretender Leiter des Referats Hochschulforschung und Transfer im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur) außerdem Gesprächspartner von Prof. Dr. Nicolas Zacharias, Fachgebiet Innovations- und Gründungsmarketing. In dieser Runde wurde diskutiert, wie disruptive Innovationen in Deutschland gefördert werden können, welche Möglichkeiten es gibt, um mehr Risikokapitel durch private Investoren und den Staat bereitzustellen und welche Herausforderungen die digitale Transformation für den Mittelstand mit sich bringt. Außerdem wurden weitere Potenziale der Gründungsförderung an Universitäten erörtert. Dr. Gerrit Stratmann besuchte im Anschluss daran zusammen mit Dr. Jens Bartholmes (Policy Officer in der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission) zudem Prof. Dr. Carolin Bock, Fachgebiet Gründungsmanagement. Hier stand das Themengebiet der Innovationspolitik im Zentrum des Gesprächs. Es wurden unterschiedliche Ansätze zur Verbesserung der Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen aus Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Innovationsfähigkeit in Deutschland diskutiert.

Das momentan hochaktuelle Thema der Energiewende veranlasste Rüdiger Schweer (Leiter des Referats Energiemonitoring, Regionale Energiekonzepte, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung) dazu mit zwei Professoren des Fachbereichs das Gespräch zu suchen: Mit Prof. Dr. Andreas Pfnür, Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre, unterhielt er sich über die Finanzierung der Energiewende und energetische Quartierssanierungen, während er sich mit Prof. Dr. Michael Neugart, Fachgebiet Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik, zum Themenkomplex Emissionshandel und Energiewende austauschte.

Darüber hinaus stand Prof. Dr. Volker Nitsch, Fachgebiet Internationale Wirtschaft, als Gesprächspartner für Ronald Münch (Leiter Referat Hochschulen, Wissenschaft, Forschung und Deutsche Wissenschafts- und Innovationshäuser im Auswärtigen Amt) zur Verfügung, mit dem er Möglichkeiten zur Förderung und Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Hochschulen, Forschung und forschender Wirtschaft diskutierte sowie über Zukunftsthemen und -regionen sprach. Und Tonio Rieger (Leiter des Referates Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsförderung, Qualifizierung im bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration) wurde von Prof. Dr. Günther Rehme, Fachgebiet Wirtschaftstheorie, empfangen, mit dem er sich über techno- und sozio-ökonomische Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in der Welt, in Deutschland und insbesondere in Bayern und Hessen austauschte.

Unterm Strich haben alle Seiten von den Gesprächen profitiert. Denn erst durch den Dialog zwischen Wissenschaft und „Entscheidungswelt“ können Initiativen für eine gemeinsame Zusammenarbeit entstehen, die dann wiederum Innovationen begünstigen oder sogar hervorbringen können.

Erfahren Sie mehr zum Mercator Science-Policy Fellowship-Programm, das im September 2017 mit der Hochschulperle des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. ausgezeichnet wurde.

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