Prof. Dr. Peter Buxmann
Das Fachgebiet Information Systems hat sich folgende Themen- und Forschungsschwerpunkte innerhalb der Wirtschaftsinformatik gesetzt:
Das Lehrangebot orientiert sich an unseren Schwerpunkten und bietet, neben Modulen zu den Grundlagen der Wirtschaftsinformatik, Veranstaltungen zu „Information Management“, „Internet Economics“ und „IT-Projektmanagement“. In regelmäßigen Abständen bieten wir mit unseren Praxispartnern, wie SAP, TDS oder Cognizant, Abschlussarbeiten, Seminare zu aktuellen Forschungsfragen und Praktika an. Letztere decken neben einer Einführung in SAP R/3 den vollständigen Prozess der Softwareentwicklung ab.
Prof. Dr. Wolfgang Domschke
Operations Research (OR) ist ein der quantitativ orientierten Betriebswirtschaftslehre zuzuordnender, auf praktische Anwendung mathematischer Methoden ausgerichteter Wissenszweig, der sich mit der Problemanalyse und Vorbereitung optimaler Entscheidungen in Organisationen befasst. OR ist geprägt durch die Zusammenarbeit von Wirtschaftswissenschaften, Mathematik und Informatik.
Im Rahmen unserer Forschungs- und Beratungsaktivitäten entwickeln wir Vorgehensweisen zur Lösung komplexer betriebswirtschaftlicher Problemstellungen. Hierbei setzen wir innovative Methoden des OR ein. Unsere Kernkompetenz liegt auf den folgenden Anwendungsgebieten:
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Fachgebiets liegt in der didaktischen Aufbereitung der neuesten Entwicklungen im Bereich der quantitativen Betriebswirtschaftslehre. In diesem Zusammenhang sind bereits eine Vielzahl von Lehrbüchern und Zeitschriftenartikeln entstanden. Die am Lehrstuhl entwickelte Lernsoftware TENOR zu Methoden des OR wird auch an anderen Universitäten erfolgreich in der Lehre eingesetzt.
Prof. Dr. Herbert Meyr
Das Fachgebiet befasst sich mit betriebswirtschaftlichen Aspekten der Produktion und des Supply Chain Management. Während Produktionswirtschaft als Kernfach der Betriebswirtschaftslehre ganz allgemein Transformations-und Kombinationsprozesse von – meist in ihrer Verfügbarkeit beschränkten – Inputfaktoren in höherwertige Outputgüter betrachtet, setzt sich die Supply Chain Planung mit der Gestaltung, Computerbasierten Unterstützung und operativen Umsetzung von Planungsprozessen intra-organisationaler Wertschöpfungsnetzwerke (sog. „Supply Chains“) auseinander. Aufgrund der fortschreitenden Integration aller logistischen Funktionsbereiche eines Unternehmens reicht es hierbei inzwischen nicht mehr aus, sich allein auf die Transformationsprozesse eines Unternehmens oder gar isolierter Betriebe zu beschränken.
Vielmehr ist es auch nötig, die Einbettung der Produktionsplanung und –steuerung (PPS) in die gesamte Logistikplanung eines Unternehmens zu sehen. Diese Planung wird in Industriebetrieben zunehmend durch sog. „Advanced Planning Systeme (APS)“ als Ersatz für bzw. Erweiterung von PPS-Systemen unterstützt. Durch Verwendung von Optimierungsmethoden des Operations Research versuchen diese Softwaresysteme, Planungsprozesse zu automatisieren und zu beschleunigen, aber auch Gewinne zu erhöhen bzw. Kosten zu sparen. Eine ähnliche Ausweitung des Fokus fand in den letzten Jahren im Rahmen des sog. Supply Chain Management auch im inter-organisationalen Zusammenspiel mehrerer Unternehmen statt.
Diese aktuellen Entwicklungen finden sich im Lehr- und Forschungsprogramm des Fachgebiets wieder.
Lehre
Pflichtangebot:
Vertiefungsangebot (Master):
Forschung
Prof. Dr. Erich Ortner
Die Schwerpunkte am Fachgebiet „Entwicklung von Anwendungssystemen“ ergeben sich aus den Vorlesungen, in welche kontinuierlich Forschungsergebnisse eingebaut werden.
Lehre:
Forschung:
Die strategische Konzeption des Fachgebiets geht somit in Richtung Erforschung und Entwicklung von Anwendungssystemen verschiedenster Art, die sich aus dem Umstand des „ubiquitous computing“ und der Feststellung ableitet, dass heute das „Netz“ den benutzbaren Computer für jedermann darstellt.
Es bestehen Kooperationen mit folgenden externen Partnern:
IBM, SAP, Software AG, ALSTOM, Audi, compeople, exxeta, schenck process, Hessisches Ministerium der Justiz, Visual Paradigm, Deutsche Bank, Credit Suisse, GTZ, Christiani
Prof. Dr. Andreas Pfnür
Das Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre befasst sich mit den zentralen betriebswirtschaftlichen Fragestellungen der Immobilienwirtschaft.
Die Lehre gliedert sich in die Bereiche Immobilienwirtschaft, Projektmanagement und Baubetriebswirtschaftslehre, in denen sowohl Grundlagen- als auch Vertieferwissen vermittelt wird. Kooperationen mit zahlreichen Wirtschaftsunternehmen sowie der öffentlichen Hand in Form von Gastvorträgen, Seminarpartnerschaften, Studien-/Diplomarbeiten sowie Dissertationen runden das Lehrangebot für Studenten ab.
Gegenstand der Forschung des Fachgebietes bildet die Betrachtung von Immobilien aus den folgenden Perspektiven:
Die aktuellen Forschungsschwerpunkte sind die Gebiete Immobilieninvestmentmanagement, Corporate Real Estate Management sowie Public Private Partnership. Darüber hinaus werden zukünftig auch verstärkt wohnungswirtschaftliche Fragestellungen die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls prägen. Der Lehrstuhl pflegt zahlreiche Forschungskooperationen mit immobilienwirtschaftlichen Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen.
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Christian Pfohl
Seit seiner Gründung betreibt das Fachgebiet Unternehmensführung & Logistik nicht nur Grundlagenforschung, sondern unterstützt mit Ergebnissen angewandter Forschung Problemlösungsprozesse in der Unternehmenspraxis. Damit stellt sich das Fachgebiet Unternehmensführung & Logistik bewusst in das Spannungsfeld von Forschung und Praxis und vermittelt dies auch in der Lehre. Die Forschungsaktivitäten erzielen international anerkannte Ergebnisse in den Gebieten Unternehmensführung, Logistik & Supply Chain Management und Verkehrswirtschaft.
Die Lehrtätigkeit erstreckt sich auf alle diese Themenfelder. Kleine Lehrgruppen, aktivierende Lehrformen und Seminare zu aktuellen Themen sind optimale Rahmenbedingungen zur fachlichen Qualifikation. Exkursionen und Vorträge namhafter Referenten aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungsgewerbe sichern den Praxisbezug der Lehrveranstaltungen. Auch zur Stärkung der Soft Skills der Studierenden gibt es entsprechende Lehrangebote wie z. B. Kommunikationstraings.
Prof. Dr. Reiner Quick
Der Fokus des Fachgebiets RCW liegt auf der Lehre und Forschung im Bereich Rechnungswesen, Controlling und Wirtschaftsprüfung.
Im Rahmen der Lehre bietet das Fachgebiet neben Lehrveranstaltungen im Grundlagenbereich auch eine Vielzahl an Vertiefungsmöglichkeiten in den Bereichen Rechnungswesen, Controlling und Wirtschaftsprüfung. Darüber hinaus werden Studien- und Diplomarbeiten sowie Bachelor- und Mastertheses betreut.
Die Forschung am Fachgebiet RCW umfasst ein breites Spektrum. So stehen neben der Weiterentwicklung von Konzepten und Instrumenten des Controllings, dem Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten für Bilanzierungsprobleme sowie der Entwicklung von Anforderungen und der Beurteilung der Qualität von über den Jahresabschluss hinaus gehenden Berichten, insbesondere Fragen der Wirtschaftsprüfung im Zentrum der Forschung. Die aktuellen Schwerpunkte sind:
Das Fachgebiet kooperiert mit verschiedenen Praxispartnern. So werden regelmäßig vorlesungsbegleitende Gastvorträge zu aktuellen Themen, Ringveranstaltungen mit Dozenten aus der Prüfungspraxis sowie regelmäßige Workshops mit großen Prüfungsgesellschaften angeboten. Des Weiteren arbeitet das Fachgebiet bei der Vergabe von wissenschaftlichen Arbeiten und Praktika eng mit der Praxis zusammen.
Prof. Dr. Dirk Schiereck
Die Finanzierung von etablierten Unternehmen und Neugründungen ist im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung von grundlegender Bedeutung. Dabei muss insbesondere auf das Verhalten der Kapitalgeber, die ihre Mittel nach Ertrags-und Risikogesichtspunkten anlegen, bei den Finanzierungs- und Risikomanagemententscheidungen des Unternehmens ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Vor diesem Hintergrund vermittelt das Fachgebiet Unternehmensfinanzierung notwendige Kenntnisse und Methoden zur Bewertung von Finanzierungsauswahlentscheidungen und Finanzinstrumenten. Aufbauend auf quantitativ-formalen Methoden der modernen Kapitalmarkt- und Finanzierungstheorie sowie statistischen Methoden und Techniken der Finanzökonometrie decken die regelmäßig vom Fachgebiet angebotenen Lehrveranstaltungen die zentralen Themen aus den Feldern Corporate Finance, Entrepreneurial Finance und Gründungsforschung sowie Finanzierungstheorie ab. Darüber hinaus werden aktuelle Themen der Kapitalmarktforschung und Finanzierung in vertiefenden Kursen und Seminaren angeboten.
Der Forschungsschwerpunkt des Fachgebietes Unternehmensfinanzierung liegt im Bereich der empirischen Kapitalmarktforschung und beschäftigt sich insbesondere mit Fragen zu Unternehmensbewertungen und zur Corporate Governance – vor allem im Kontext des Erwerbs von Minderheitsbeteiligungen, mit dem Markt für Unternehmensübernahmen und –zusammenschlüssen sowie der kapitalmarktorientierten Innovationsbewertung. Des Weiteren werden im national einzigartigen Deutschen Zentrum für Zertifikateforschung (DZZF) des Lehrstuhls die Forschungsaktivitäten im Bereich der verbrieften Derivate zusammengefasst.
Das am Fachgebiet vermittelte Verständnis der Kapitalmärkte erweitert in Forschung und Lehre die Modelle der neoklassischen Kapitalmarkttheorie um die Ideen der Neuen Institutionenökonomik und ist zudem geprägt von den Erkenntnissen der Behavioral Finance.
Prof. Dr. Ruth Stock-Homburg
Das Fachgebiet Marketing & Personalmanagement vereinigt zwei für den Unternehmenserfolg zentrale Bereiche der BWL. Daraus ergeben sich für Forschung und Lehre drei Stoßrichtungen: Marketing, Personalmanagement sowie die Schnittstelle zwischen Marketing und Personalmanagement.
Im Bereich Marketing stehen in Forschung und Lehre zwei Aspekte im Fokus: zum einen die Gestaltung der Marketing-Mix-Elemente im Rahmen der Preis-, Produkt-, Kommunikations- und Vertriebspolitik und zum anderen das Kundenbeziehungsmanagement.
Die Forschung und Lehre im Bereich Personalmanagement konzentrieren sich auf drei Facetten: Gestaltung der Personalmanagement-Systeme, Führung von Mitarbeitern und Teams sowie neuere Herausforderungen des Personalmanagements (z. B. Führung im interkulturellen Kontext, Umgang mit demographischem Wandel).
Darüber hinaus forscht das Fachgebiet an Themen an der Schnittstelle zwischen Marketing und Personalmanagement. Beispielhafte Themen aus diesem Bereich sind die marktorientierte Führung von Organisationen oder das Personalmarketing. Um diese interdisziplinäre Ausrichtung auch in die Lehre zu übertragen, bietet das Fachgebiet die Vertiefungsrichtung Marketing und Personalmanagement an.
Um seine interdisziplinäre Ausrichtung zu unterstreichen, kooperiert das Fachgebiet mit Vertretern unterschiedlichster Wissenschaftsdisziplinen. Darüber hinaus pflegt das Fachgebiet vielfältige Kooperationen mit Partnern aus der Unternehmenspraxis. Das Preferred Partnership Program ermöglicht den Regelmäßigen Austausch zu aktuellen Themen der Unternehmensführung zwischen den Unternehmen und dem Fachgebiet und schafft eine Dialogplattform zwischen Partnerunternehmen und Studierenden.
Das Fachgebiet Cluster & Wertschöpfungsmanagement ist gestiftet vom Verband der Metall- und Elektrounternehmen Hessen e.V. (Hessenmetall). Hessenmetall unterstützt damit die praxisnahe betriebswirtschaftliche Forschung und Lehre an der Technischen Universität Darmstadt mit dem Ziel, die Industrie in Hessen nachhaltig zu stärken. Im Zentrum der Forschungstätigkeit steht die Identifikation neuer Cluster und die Stärkung der Wertschöpfung bestehender Cluster durch die Entwicklung von Methoden und Instrumenten für ein erfolgreiches Cluster- und Netzwerkmanagement.
Das Fachgebiet ist seit Oktober 2008 nicht besetzt. Wir bieten unter der Leitung von Professor Schiereck (Fachgebiet Unternehmensfinanzierung) Lehrveranstaltungen in Form von Vorlesungen und Seminaren an. Zudem betreuen wir wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Unternehmensgründung. Weitere Infos auf der FachgebietsseiteUnternehmensfinanzierung .
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Dekanat (dekanat@wi.tu-...). Informationen zum UniTechSpin finden Sie auf den Seiten desDezernats IV Forschung der TU Darmstadt
Jun.-Prof. Dr. Heribert Anzinger
Der Schwerpunkt des Fachgebiets liegt auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts mit seinen Bezügen zum Gesellschafts-, Bilanz- und Kapitalmarktrecht. Gegenstand von Forschung und Lehre in Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen sind Grundfragen der Unternehmensbesteuerung und des Bilanzrechts, die sich im Hinblick auf Investitions- und Finanzierungsentscheidungen, die Planung von Unternehmensstrukturen, die Bilanzierung sowie bei Vertragsgestaltungen und Entwicklung von Vergütungsmodellen ergeben. Forschungsschwerpunkte sind die Besteuerung von Investment- und Private Equity Fonds, die Bilanzierung immaterieller Wirtschaftsgüter, die steuerlichen Rahmenbedingungen von Forschung und Entwicklung, die Bildung von Rückstellungen für Patent- und Urheberrechtsverletzungen sowie methodologische Grundfragen der Rechtsanwendung im Steuerrecht und im Bilanzrecht. Ziel ist die Entwicklung gerechter, praktikabler und im internationalen Systemwettbewerb wettbewerbsfähiger Handlungsvorschläge für die Steuerpolitik, Rechtsprechung und Beratungspraxis, ohne jedoch im Sinne einer „Steuerberatungswissenschaft“ die Suche nach individuell günstigen Gestaltungsmodellen in den Vordergrund zu stellen. Das Fachgebiet unterhält Kooperationen zur Bilfinger Berger AG, Mannheim, Deloitte & Touch GmbH, Frankfurt a.M. und weiteren Beratungsgesellschaften, durch die In- und Auslandspraktika sowie die praxisnahe Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten ermöglicht werden.
Prof. Dr. Jochen Marly
Das Fachgebiet hat sich folgende Themen- und Forschungsschwerpunkte innerhalb der Rechtswissenschaften gesetzt:
Das Lehrangebot orientiert sich an den Themen- und Forschungsschwerpunkten. Das Fachgebiet bietet, neben der Grundlagenveranstaltung „Vertragsrecht, Vertragsgestaltung und gesetzliche Schuldverhältnisse“ regelmäßig auch Veranstaltungen zum Patent- und Urheberrecht sowie dem Softwarerecht und dem elektronischen Geschäftsverkehr an. In regelmäßigen Abständen werden darüberhinaus auch Seminare zu diesen Themengebieten abgehalten.
Prof. Dr. Viola Schmid LL.M. (Harvard)
Themenschwerpunkte
Das Fachgebiet konturiert das„Cyberlaw“ – das Recht der Verteilung von Chancen und Risiken, von Pflichten und Rechten im Cyberspace. Es ist die Überzeugung des Fachgebiets Öffentliches Recht, dass der Cyberspace nach Steuerung verlangt. Bereits begrifflich ist dieser Steuerungsaspekt mit dem Wortbestandteil „Cyber“ – kybernetiké téchne – enthalten. Der Lehrstuhl forscht, inwieweit dieser Cyberspace einer Steuerung (gubernatio) zugänglich gemacht werden sollte oder eben nicht und erforscht damit die Grenzen des (Nicht-) Rechts.
Lehre
Das Fachgebiet Öffentliches Recht betrachtet sich als Brücken- und Pionierlehrstuhl. Zum einen sollen Brücken zum traditional law wie auch den nichtjuristischen Studierenden geschlagen werden; zum anderen sollen aktuelle und zukunftsgerichtete rechtliche Fragestellungen der digitalen Vernetzung möglichst früh und qualifiziert in der Lehre präsentiert und Lösungen vorgeschlagen werden. Beispiele sind etwa Arbeiten zum RFID-Recht wie auch zur elektronischen Justiz
Forschung
Der rechtswissenschaftliche Lehrstuhl hat eine der Globalität der Technik akzessorische globale Forschungsperspektive. Auch wenn der Lehrstuhl aus Kapazitäts- wie Kompetenzgründen dieses Forschungsprofil bisher nur sehr punktuell ausfüllen kann, bleibt es bei der Ambition, das Cyberlaw unterschiedlicher Staaten als Spiegel ihrer Technik- und Gesellschaftskultur zur erforschen. E-Justice, Online-Demonstrationen, Cybermobbing, Gendatenorganisationen, Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung, Forenhaftung, (Video-)Surveillance und Onlinedurchsuchungen sind etwa Szenarien, die in vielen Staaten auftreten und für die viele Rechtskulturen nach rechtlichen Antworten suchen. Die Perspektive des Lehrstuhls ist dabei chancen-, risiken-, folgen- und durchsetzungsorientiert (legal realism). Charakteristisch ist die konkrete und abstrakte Distanz zu kritikloser Technikaffinität auf der einen wie emotionaler Technophobie auf der anderen Seite.
Prof. Dr. Uwe H. Schneider
Das Fachgebiet widmet sich den organisatorischen Strukturen (Corporate Governance), den rechtlichen Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung (Corporate Finance) und den rechtlichen Rahmenbedingungen einschließlich der Compliance nationaler und internationaler unternehmerischer Tätigkeit. Der Forschungsgegenstand gewinnt in Zeiten zunehmender Regulierung weiter an Bedeutung. Schwerpunkte sind zum einen die Unternehmensgründung, die Unternehmensnachfolge, die Unternehmensleitung sowie die Unternehmensfinanzierung. Zum anderen konzentriert sich die Forschung auf das Recht der Transaktionen, die Vertragsgestaltung und das Vertragsmanagement. Besondere Beachtung finden das Kapitalmarktrecht, das Kartellrecht sowie die allgemeine und spezielle Gewerbeaufsicht.
Der Stelleninhaber ist Direktor des Instituts für das deutsche und internationale Recht des Spar-, Giro- und Kreditwesen an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Von dieser Tätigkeit und durch seine Beziehungen zum Institut für Law and Finance in Frankfurt profitieren die Studierenden bei der Anfertigung von Studien- und Diplomarbeiten und insbesondere auch die Forschung der am Fachgebiet tätigen wissenschaftlichen Mitarbeiter und der dort angenommenen Doktoranden.
Prof. Dr. Axel Wirth
Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. iur. Axel Wirth ist Herausgeber und Autor zahlreicher Standardwerke zum Baurecht. Seine Erfahrung als Rechtsanwalt, Schiedsrichter, Schiedsgutachter, Schlichter und Gutachter fließt in seine Lehr- und Forschungstätigkeit ein.
Lehre
Vorlesungen im Jahresturnus:
Veranstaltungen im Semesterturnus:
Forschung
Berufsbegleitende Weiterbildung
Das Fachgebiet bietet einen Zertifikatskurs im Baurecht an. Zur Zielgruppe gehören Architekten, Bauingenieure, Mitarbeiter von Bau- und Immobilienunternehmen sowie der öffentlichen Verwaltung. Der Kurs besteht aus drei einwöchigen Blockveranstaltungen. Diese werden über den Zeitraum eines Jahres angeboten.
Das Fachgebiet ist seit 2008 nicht besetzt. Die Lehrveranstaltungen werden von Lehrbeauftragten übernommen. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Fachgebiets.
Prof. Dr. Volker Caspari
Das Fachgebiet beschäftigt sich mit der makroökonomischen Analyse; Themenschwerpunkte sind:
In der Lehre werden Veranstaltungen im Bachelor-, Master- und PhD-Studiengang angeboten:
Aktuell beschäftigt sich das Fachgebiet im Rahmen der Forschung mit Fragestellungen aus den folgenden Bereichen:
Prof. Dr. Carsten Helm
Das Fachgebiet Angewandte Mikroökonomik und Institutionenökonomik befasst sich vor allem mit Fragen der Umweltökonomik und der Institutionenökonomik. Methodisch wird ein mikroökonomischer Ansatz verfolgt, der primär spieltheoretische und vertragstheoretische Ansätze verwendet. Gegenstand der Umweltökonomie sind insbesondere die Analyse internationaler Governance Strukturen auf dem Gebiet der Klima- und Energiepolitik sowie die Analyse von Ansätzen zur Regulierung von Umweltproblemen, beispielsweise handelbaren Emissionsrechten. Gegenstand der Institutionenökonomik sind insbesondere Probleme asymmetrischer Informationen, die beispielsweise bei der Gestaltung von Anreiz- und Regulierungsinstrumenten oder bei Verhandlungen von herausragender Bedeutung sind.
Mit seiner inhaltlichen und methodischen Ausrichtung trägt das Fachgebiet Angewandte Mikroökonomik zur Profilbildung der Forschungsschwerpunkte des Fachbereichs „Innovation und Wachstum“ sowie „Governance: Compliance und Regulation“ bei. Inhaltlich seien hier als Beispiele Arbeiten zur Auswirkung verschiedener Instrumente der Umweltpolitik auf die Innovationstätigkeit von Unternehmen und zur Koalitionsbildung in der internationalen Klimapolitik genannt. Methodisch kommt gerade der Analyse der Entscheidungsfindung bei asymmetrischen Informationen eine wichtige Querschnittsaufgabe zu.
Die Forschung und Lehre insbesondere in der Umweltökonomik liefert zudem vielfältige Anknüpfungspunkte zu anderen Fachbereichen innerhalb der TU Darmstadt, was sich in zahlreichen Kooperationen niederschlägt.
Jun.-Prof. Martin Karlsson Ph.D.
Ökonometrie? - kann als das Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre bezeichnet werden, welches versucht, Aspekte der ökonomischen Theorie mit statistischen und mathematischen Methoden zu verbinden.
Schwerpunkt unseres Fachbereiches ist dabei insbesondere die Anwendung ökonometrischer Methoden auf wirtschaftspolitisch relevante Fragestellungen, vor allem mit Bezug zur Gesundheitsökonomik. Der Fokus liegt hierbei im Bereich der methodengestützten Analyse von Ursache und Wirkung, die für eine moderne und evidenzbasierte ökonomische Analyse unerlässlich ist.
Das Ziel unserer Lehrveranstaltungen ist es, unsere Studenten mit der praxisorientierten Anwendung von gängigen ökonometrischen Methoden vertraut zu machen. Neben den notwendigen formalen Grundlagen wird also eine starke Problemorientierung als wesentlicher Aspekt der Lehre betrachtet. Wir wollen unseren Studenten ein Verständnis dafür vermitteln, wie ökonomische Fragestellungen mithilfe statistischer Methoden angemessen analysiert werden können.
Aktuelle Forschungsprojekte des Lehrstuhls sind in den Bereichen
angesiedelt.
Das Fachgebiet verfügt über ein reiches internationales Netzwerk. Zurzeit bestehen Zusammenarbeiten mit der Universität Lund (Schweden), der Universität Oslo (Norwegen) und mit der City University London (Großbritannien). Ausserdem organisiert das Fachgebiet im Juni 2010 eine internationale Konferenz zum Thema Gesundheitsökonomik.
Prof. Dr. Jens Krüger
Der Schwerpunkt des Fachgebietes liegt in der angewandten empirischen Wirtschaftsforschung mit modernen mikro- und makroökonometrischen Methoden. Die Hauptanwendungsgebiete sind dabei die Produktivitätsforschung sowie die empirische Innovations- und Wachstumsforschung.
Lehre
Die Lehre im Bachelor-Studium umfasst die Grundausbildung in Statistik und Ökonometrie im Rahmen der Veranstaltungen „Statistik II“ und „Empirische Wirtschaftsforschung“. Im Master-Studium werden diese Kenntnisse in der Veranstaltung „Methoden der Empirischen Wirtschaftsforschung“ vertieft und erweitert. Darüber hinaus bietet das Vertiefungsfach Ökonometrie (gemeinsam angeboten mit der Professur für Angewandte Ökonometrie) eine umfassende Ausbildung in den Spezialgebieten Zeitreihenanalyse, Mikroökonometrie, Paneldatenökonometrie, Kausalitätsanalyse und Produktivitäts- und Effizienzanalyse.
Forschung
Die Forschung am Fachgebiet befasst sich insbesondere mit der Anwendung und Weiterentwicklung von Methoden zur Produktivitäts- und Effizienzmessung. Im Mittelpunkt stehen dabei deterministische und stochastische nichtparametrische Messverfahren. Hier werden nicht nur ökonomische (Stadteffizienz) sondern auch ingenieurwissenschaftliche Anwendungen (Energieeffizienz) verfolgt. Zudem werden mikroökonometrische Methoden zur empirischen Analyse von Innovationsprozessen und deren ökonomischen Auswirkungen eingesetzt. Als Teil dieser Auswirkungen wird die langfristige Interaktion von Strukturwandel und Wirtschaftswachstum erforscht.
Prof. Dr. Volker Nitsch
Die Erde ist flach – zumindest, wenn man dem Titel eines langjährigen Weltbestsellers glaubt. Entfernungen spielen demnach keine Rolle mehr; der eigene Standort ist irrelevant; jeder Punkt der Welt ist einfach erreichbar. Das Fachgebiet Internationale Wirtschaft setzt sich vor allem mit Fragen der wirtschaftlichen Integration auseinander. Dazu gehören u.a. die Analyse von Handelsbarrieren, die Untersuchung der Auswirkungen von Währungsunionen, oder die Betrachtung der Motive für eine räumliche Konzentration wirtschaftlicher Aktivität. Das Lehrangebot umfasst Veranstaltungen zu Internationalen Wirtschaftsbeziehungen, zur Unternehmensstruktur und zur Stadt- und Regionalökonomie. Gemeinsames Merkmal der verschiedenen Forschungsaktivitäten des Fachgebiets ist Praxisrelevanz und ein starker europäischer Bezug.
Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup
Das Fachgebiet befasst sich mit Fragen der Sozial-, Finanz- und Wirtschaftspolitik. Dabei stehen Fragen der Gesundheitspolitik und der Alterssicherung ebenso im Mittelpunkt wie die Bildungspolitik und das öffentliche Rechnungswesen. In der Lehre ist es besonders wichtig, die grundlegenden theoretischen und empirischen Erkenntnisse mit den aktuellen politischen Entwicklungen der einzelnen Teilbereiche zu verknüpfen. So erhalten die Studierenden eine fundierte ökonomische Ausbildung und lernen gleichzeitig dieses „Handwerkszeug“ auf unterschiedliche politische Fragestellungen zu übertragen. Des Weiteren ist es dem Fachgebiet ein Anliegen, die Studierenden in Seminaren sowie bei der Betreuung von Studien- und Diplomarbeiten in aktuelle Forschungsprojekte einzubinden.
Im Bereich der Forschung wird – wie bereits angedeutet – ein breites Spektrum wirtschafts- bzw. sozial- und finanzpolitischer Fragestellungen gedeckt. Neben aktuellen Fragen der Alterssicherung, die insbesondere in Rahmen von Dissertationen behandelt wurden, ist die Gesundheitsökonomie, konkret die regionale Gesundheitswirtschaft ein wesentlicher Schwerpunkt, aus dem sowohl Dissertationen als auch Gutachten hervorgegangen sind bzw. noch hervorgehen werden. Gleiches gilt für die Bereiche „Ökonomische Analyse von Public Private Partnerships“ und „Öffentliches Rechnungswesen“, in denen das Fachgebiet aktiv ist. Als weiterer Schwerpunkt werden Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt analysiert. Dazu gehört neben Berechnungen von Fachkräfteengpässen u.a. auch die die Diskussion um die Bedeutung und Finanzierung von lebenslangem Lernen. Es wird deutlich, dass das Fachgebiet bestrebt ist, mit seinem wissenschaftlichen Sachverstand aktiv in die öffentliche Diskussion aktueller wirtschaftspolitischer Fragestellungen einzugreifen, um fundierte Diskussionen und adäquate Entscheidungen zu ermöglichen.
Technische Universität Darmstadt
Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
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